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Die Riesterrente: unterschiedliche Riester-Modelle

Versicherung > Riester

ANGEBOT FÜR EINE RIESTERRENTE MIT VERGLEICH ANFORDERN
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Förderfähige Produkte

Zertifizierte Riester-Verträge werden von Lebensversicherungsunternehmen, Banken, Fondsgesellschaften und Bausparkassen angeboten. Es gibt vier unterschiedliche Varianten:

  • Rentenversicherungen

  • Banksparpläne

  • Fondssparpläne

  • Bausparverträge


Unsere Empfehlung für Riester lautet Rentenversicherung, in einigen Fällen Fondssparplan.

 

Rentenversicherung

Banksparplan

Fondssparplan

Grundmodell

private Rentenversicherung mit gesetzlich vorgeschriebener Mindestverzinsung von 2,25% Hybridprodukt: Beitragsgarantie

Banksparvertrag mit am Geldmarkt orientiertem Zinssatz auf den Eigenbeitrag

Fondssparplan mit Investition in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere (Renten)

Mögliche Anlagesumme

4 % des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, max 2.100 € p.a.

Chancen auf
Wertentwicklung

mittel. Beteiligung des Sparers an den vom Versicherer erwirtschafteten Überschüssen. Diese Überschüsse /können zusätzlich in Fonds fließen.

mäßig. Zinssatz orientiert sich am jeweils aktuellen Geldmarktsatz.

hoch. Partizipation an Kursent-
wicklungen der Wertpapiere. Mögliche Rendite von 5-7%

Sicherheit des angesparten
Kapitals

hoch. Beiträge und Zulagen sind zum Rentenbeginn garantiert.

mittel. Beiträge und Zulagen sind
zum Rentenbeginn garantiert. Keine Mindestverzinsung.

mittel. Beiträge und Zulagen sind zum Rentenbeginn garantiert.  
Keine Mindestverzinsung.   

Verfügbarkeit bis zum
Rentenbeginn

gering, Auszahlung erst ab Alter 60 möglich. Rückzahluung von Steuervergünstigungen und Zulagen bei Kündigung.

Steuern

Einzahlungen sind steuerlich begünstigt; Auszahlungen und Renten sind vollständig steuerpflichtig.

Abschluss und
Verwaltungskosten

mittel. Es gibt Abschluss und Verwaltungskosten

gering. Keine Abschluss- und Verwaltungskosten.

hoch. Abschluss und Verwaltungskosten, ggf. Depotgebühren

Auszahlung

Umwandlung in eine Rente; Zum Rentenbeginn können bis zu 30% des Kapitals entnommen werden.

Für wen geeignet?

Geeignet für sicherheitsbewusste Sparer, die kein Risiko eingehen, aber eine hohe Garantierente wollen

Ideal für ältere Sparer ab 50 Jahre, wegen geringerer Kosten und um die Zulagen mitzunehmen.

für jüngere risikobereite Sparer
bis 40 Jahre wegen der langen Laufzeit und höheren Renditechancen geeignet.

Riester

 
Riester-Rentenversicherung

Eine Möglichkeit das im Rahmen der Riester Rente ersparte Geld anzulegen ist die Rentenversicherung - oft auch als klassische Rentenversicherung bezeichnet. Zusammen mit der fondsgebundenen Variante machen Riester-Rentenversicherungen einen Anteil von mehr als 70% der bisher 12 Millionen abgeschlossenen Riesterverträge aus, wie die Verbaucherzentrale (2008) berichtet.  

Hierbei handelt es sich um eine Lebenslange Leibrente mit garantierten Leistungen und einer zusätzlichen Überschussbeteiligung. Bei der Anlage des Vorsorgekapitals steht die Sicherheit im Vordergrund. Die meisten Versicherer rechnen eine garantierte Rente aus. Wer wie vereinbart spart, weiß bereits zu Vertragsbeginn genau, wie hoch seine Riester-Rente später mindestens ausfallen wird. Einige Lebensversicherer bieten auch fondsgebundene Riester-Renten an (Hybridprodukte, auf Grund der Beitragsgarantie). Bei diesen Angeboten werden Teile des Kapitals in Investmentfonds angelegt.

Klassische Riester-Rente
Bei der klassischen Variante der Riester-Rente erhält man eine garantierte Verzinsung und wird zudem an den erwirtschafteten Überschüssen beteiligt – eine sichere Geldanlage für die spätere Rente.
Die Versicherer garantieren eine Mindestverzinsung von derzeit 2,25% pro Jahr auf den Sparanteil der Beiträge, unabhängig von den tatsächlich erzielten Erträgen. Gleichzeitig werden durch die tatsächlichen Erträge gute Gewinne für den Kunden erzielt, die sogenannten Überschüsse, welche jedoch nicht garantiert werden. Somit hat man eine garantierte Rente zum Rentenbeginn plus Überschüsse.

Fondsgebundene Riester-Rente (Hybrid)
Für Riester-Renten ist die so genannte Beitragssummengarantie vorgegeben. Hybrid-Modelle garantieren dem versicherten Sparer eine hundertprozentige Sicherheit des eingelegten Kapitals. Der Versicherungsanbieter verpflichtet sich gegenüber dem Versicherungsnehmer vertraglich, den eingezahlten Teil (die Beiträge) in einen so genannten „konventionellen Deckungsstock“ zu investieren, was im Klartext bedeutet, dass das Kapital des Versicherungsnehmers zum größten Teil in festverzinsliche Anlagen angelegt wird.
Die übrigen Beiträge werden durch den Versicherungs-Anbieter in einen (oder auch unterschiedliche) Investmentfonds angelegt und versprechen zumeist überaus lukrative Aussichten auf hohe Renditen. Dieser Teil der Anlage ist nicht garantiert.

Riester

 
Riester-Fondssparplan

Riester-Fondssparpläne werden immer beliebter und haben einen stetig wachsenden Anteil an den abgeschlossenen Riester-Produkten. Der wesentliche Grund hierfür: Fondssparpläne versprechen eine hohe Renditechance bei begrenztem Risiko. Durch die gesetzlichen Vorgaben steht jedem Sparer zum Rentenantritt zumindest das eingezahlte Kapital inklusive aller erhaltenen staatlichen Zulagen zur Verfügung.

Anlage des Kapitals, Rendite und Auszahlung der Rente
Bei einem Fondssparplan wird das Geld verstärkt in Aktienfonds und in Rentenfonds investiert. Ein Fondssparplan bietet daher von allen Riester-Anlageprodukten die Chance auf die beste Verzinsung. Bis zu 10% jährlicher Rendite durch Zinsen, Kursgewinne und Dividenden sind bei dieser Anlageform möglich.
Nach der Auszahlungsphase erfolgt eine Umwandlung des Fondssparplans in eine Riester-Rentenversicherung. Bis zum 85. Lebensjahr kann die Auszahlung auch in Form eines Auszahlungsplans erfolgen. Erst danach ist, zur Absicherung des "Langlebigkeitsrisikos", eine "Verrentung" verpflichtend. Wie beim Riester-Banksparplan sind die genauen Bedingungen und exakten Konditionen in der Auszahlungsphase leider in den meisten Verträgen (aktuell) nur in recht allgemeiner Form geregelt.


Nachteile einens  Riester-Fondssparplans

Die Chance auf eine höhere Rendite bedeutet auch ein höheres Risiko. Eine garantierte Mindestverzinsung wie bei einer Riester-Rentenversicherung gibt es nicht. Obwohl das gesamte aufgebaute Sparguthaben bei Rentenbeginn durch den Anbieter garantiert werden muss, gilt dies nicht durchgehend für die Ansparphase. Zum Beispiel bei einem Anbieterwechsel oder einer Kündigung des Vertrags können durchaus reale Verluste entstehen, wenn die Kurse zu diesem Zeitpunkt niedrig sind.

Für wen eignet sich der Riester-Fondssparplan?
Besonders interessant ist erfür jüngere Riester-Sparer bis etwa 40 Jahre. Über den langen Zeitraum bis zur Rente sind erfahrungsgemäß die Auswirkungen von zwischenzeitlichen Kursschwankungen weitgehend überschaubar. Und für den schlimmsten Fall bleibt zumindest die Kapitalgarantie. Auch etwas ältere Sparer die das Risiko nicht scheuen, können daher noch über einen Fondssparplan nachdenken. Verbleiben nur noch wenige Jahre bis zur Rente sollte jedoch eher der Riester-Banksparplan oder eine Riester-Rentenversicherung in Betracht gezogen werden.

Riester

 
Banksparpläne

Die Riester-Förderung wird auch für Banksparpläne gewährt, wenn die Angebote den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Banken rechnen zu Vertragsbeginn keine garantierten lebenslangen Renten aus. Sie schließen bei Vertragsbeginn zusätzliche Rentenversicherungen für ihre Kunden ab, aus denen ab dem 85. Lebensjahr Leibrenten fließen.

Riester

 
Bausparverträge "Wohnriester"

Ab 2008 besteht im Rahmen der Riester Förderung die Möglichkeit der Kapitalentnahme bis zu 75 oder zu 100 Prozent des geförderten Kapitals zum Erwerb einer selbst genutzten Wohnimmobilie, ohne dass wie bisher eine Rückzahlung der entnommenen Beträge vor Rentenbeginn erforderlich ist. Die neuen Entnahmeregelungen gelten auch für Bestandsverträge.
Für eine Übergangszeit (2008 und 2009) bleibt der bisherige Mindestentnahmebetrag von 10.000 Euro bestehen. Riestergeförderte Immobilien können weder vermietet noch mit den geförderten Beträgen modernisiert werden. Die erhaltene Förderung bleibt beim Verkauf des Hauses nur dann erhalten, wenn der geförderte Betrag zum Beispiel in den Kauf einer neuen Immobilie oder in einen neuen Riester-Vertrag fließt.

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